Anlasser dreht nur maximal 2-3 Sekunden / Springt nich an

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Das Fehlerbild passt zwar aus meiner Sicht immer noch sehr gut zur Batterie, aber mehr testen kann man wohl nicht...

Was mir noch eingefallen ist... Wenn das wirklich genauso ist wie bei dem Typen im Video... Das heisst also, dass Du genug Strom/Saft/Spannung/Fufu in der Batterie hast um es immer wieder probieren zu können:
1. Bitte abwarten bis die Daytona "ruhig" ist vor dem Druck auf dem Startknopf
2. Gasgriff mal nen Viertel aufdrehen beim Starten (macht man gerade bei Einspritzern normalerweise nicht, kann aber aus der Erfahrung heraus bei unseren Diven helfen)

Wenn das Gasgeben bei Dir hilft beim Start, solltest Du auch mal einen TPS Reset durchführen.

Wobei Du ja das "klacken" und kein Anlasserdrehen mehr beschrieben hast, was ja ein Unterschied zum Video wäre und ein deutliches Indiz für schlechte Strom-/Spannungsversorgung ist.

Anlassertest ist relativ easy: Kurzes, dickes Kabel nehmen und am Anlasserrelais wo die beiden dicken Kabel mit den Schrauben angeschlossen sind brücken. Der Anlasser sollte drehen sobald und solange gebrückt wird. Funkt etwas, also vielleicht nicht vorne am Kontakt anfassen :)
Wenn er dann gut dreht, kannst Du ja mal das Anlasserrelais tauschen. Kostet ja gebraucht auch nur um die 20 Euro. Das Relais könntest Du sonst nur Testen ob es schaltet, aber das tut es ja offensichtlich. Dazu musst Du den Stecker vom Anlasserrelais abziehen und auf die Klemme wo vom Stecker das weiss-rote Kabel hinführt plus legen und da wo das schwarze reinkam minus legen. Die anderen beiden Klemmen sollten jeweils an braunen kabeln angeschlossen gewesen sein, die zur übrigen Plus-Versorgung des Motorrads dienen und für den Test egal sind (bitte nur kein Minus drauflegen). Das sollte ebenfalls den Anlasser dazu bewegen sich zu drehen. Ist jetzt nur so vom Schaltplan abgelesen, keine Gewähr auf die Angaben.

Wenn er nicht gut dreht, würde ich vorab noch mal die Kabel zum Anlasser checken. Dazu gehört auch gute Verbindung an der Batterie (nicht korrodierte Pole, feste Schrauben), Kontrolle des Massepunkts am Rahmen (ist unter der Kabelage zwischen Tank und Sitz), Kontrolle der Verschraubung des Kabels am Anlasserrelais und am Anlasser selbst. An den ganzen Punkten würde ich dann auch mal den Widerstand zur Batterie messen. Sollte überall bei 0,0x Ohm liegen. Dabei auch mal an den Kabeln wackeln.

Dann mal viel Erfolg bei der weiteren Suche und lass uns wissen, wenn es was neues gibt.
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... An den ganzen Punkten würde ich dann auch mal den Widerstand zur Batterie messen. Sollte überall bei 0,0x Ohm liegen. Dabei auch mal an den Kabeln wackeln. ...


Das macht bei niederohmigen/hochstromigen Verbrauchern wie dem Anlasser wenig Sinn, da die sich hier bereits negativ auswirkenden Widerstandswerte innerhalb der Messgenauigkeit eines Multimeters liegen, ergo nullkommanull Aussagekraft. Da ist eine Spannungsabfallmessung die bessere, nein, einzig richtige Wahl.
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... An den ganzen Punkten würde ich dann auch mal den Widerstand zur Batterie messen. Sollte überall bei 0,0x Ohm liegen. Dabei auch mal an den Kabeln wackeln. ...


Das macht bei niederohmigen/hochstromigen Verbrauchern wie dem Anlasser wenig Sinn, da die sich hier bereits negativ auswirkenden Widerstandswerte innerhalb der Messgenauigkeit eines Multimeters liegen, ergo nullkommanull Aussagekraft. Da ist eine Spannungsabfallmessung die bessere, nein, einzig richtige Wahl.


Guter Hinweis mit der Messung des Spannungsabfalls speziell beim Anlasser, aber um lose oder fast abgelöste Kabel von Steckern und Steckverbindungen zu finden, macht eine Widerstandsmessung schon Sinn. Ich hab ja nicht nur vom Anlasserkabel geredet. Zumal man dafür die Kabel nicht unter Spannung setzen muss, was es an einigen Stellen einfacher macht.

Vielleicht solltest Du aber noch erklären wie genau er messen und auf welche Werte er achten sollte. Das hilft vielleicht auch dann dem nächsten, der sich mit ähnlichen Problemen plagt.
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Also um euch auf den neusten Stand zu bringen! :)
Das Anlasserrelais habe ich ausgebaut und getestet, dieses Schaltet so wie es soll, doch habe ich immer unterschiedliche widerstandswerte gemessen.
Der höchste lag bei 6,8 Ohm. Meistens allerdings um die 0,3-2,4 Ohm.
Dann habe ich das Relai wieder eingebaut und wie beschrieben überbrückt ( nur mit der normalen Motorrad Batterie )
Der Anlasser hat gedreht allerdings wieder nur die 3 Sekunden und sprang nicht an.
Beim zweiten Versuch habe ich die Autobatterie als unterstützung parallel zur anderen geschaltet, sodass die Kapazität sich erhöt.
Jetzt drehte der Anlasser spürbar länger ( ich schätze ca 4-5 Sekunden ) und das Motorrad sprang an.
Nachdem ich das Motorrad aus gemacht hatte, wartete ich 2 Minuten und klemmte in der Zeit die Autobatterie wieder ab und startete das Motorrad mit der Bordbatterie. Dies funktionierte problemlos auch vom Starter.
Ich spiele mit dem Gedanken das Anlasserrelai zu tauschen was haltet Ihr davon?
Ich denke das ein Widerstandswert von 6,8 Ohm beim schaltvorgang des Relais, gerade beim Anlasser nicht normal sein dürften.

Liebe Grüße und einen schönen Feierabend! :P
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Meine Erwartungshaltung wäre, dass das Relais im geschalteten Zustand so gut wie keinen messbaren Widerstand zwischen den zu schaltenden Leitungen produziert. Vielleicht sind die Kontakte im Inneren korrodiert oder so.

Zum anderen reite ich aber trotzdem nochmal auf Deiner Batterie rum. Ich könnte mir vorstellen, dass hier zwei Fehler vorliegen. Das kaputte Relais plus eine sterbende Batterie. Sie sollte deutlich länger als 3 Sekunden in der Lage sein den Anlasser zu drehen. Natürlich nur wenn die jetzt noch voll geladen war und es sich nicht um eine Lithium-Ionen handelt. Die kann nichts dafür, dass sie im Winter keine Leistung bringt.
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Hatte auch das Fehlerbild und lag an einem Kabelbruch in dem kleinen Kabelbaum vom Benzinpumpenrelai.Taste mal alle Kabel ab beim starten hört sich für mich stark nach Kabelbruch an.

Gruß Niko
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Verstehe beim Kabelbruch aber nicht warum der Anlasser dann überhaupt 3 sekunden dreht
und dann plötzlich aufhört?
Werde es trotzdem kontrollieren danke!
Ich denke auch das dort vllt 2 Fehler vorhanden sind. Also das Relais einfach mal austauschen.
Würde es allerdings neu kaufen um sicher gehen zu können das es einwandfrei funktioniert.
Hab gehört man kann auch n anderes anlasserrelais nehmen,
solande der Stecker , Sicherung und Kontakte passen?
Kann da jemand was empfehlen?
Finde das Daytona Anlasserrelais nur gebraucht.
Im Motorrad ist eine normale Blei Batterie mit 6,5 AH.
Mir ist das Motorrad letzten Sommer einmal auf die rechte Seite ins Beet gefallen,
vllt könnten dadurch Quetschungen entstanden sein... den „Fehler“ hab ich davor aber auch schon gehabt
Dann Versuche ich das mit dem Relais und wenn Sie dann mit einer Autobatterie perfekt anspringt und mit der Motorradbatterie nicht dann wird die auch ausgetauscht

Liebe Grüße schönen Arbeitstag euch!
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Vielleicht solltest Du aber noch erklären wie genau er messen und auf welche Werte er achten sollte. Das hilft vielleicht auch dann dem nächsten, der sich mit ähnlichen Problemen plagt.


Wenn du bereits reproduzierbare Widerstandswerte messen und ablesen kannst, dreht ein Anlasser keine zehntel Umdrehung mehr. Nimm doch nur mal ne Stromaufnahme von 50 A und den hier schon gelesenen Widerstandswert von 6,... Ohm. Das entspricht nem rechnerischen Spannungsabfall von 300 V, oder anders ausgedrückt, da kommt nix an. Zäumt man das Pferd andersrum auf und unterstellt, dass sich die 6 Ohm die kompletten 12V einverleiben (der Anlasser wird hierbei vernachlässigt), kommt man auf ganze 2A Starterstrom wegen Reihenschaltung. Man sieht, so oder so wird da kein Schuh draus.

Bei ner Spannungsabfallmessung kommt es auf den Verbraucher an. Beim Anlasser gelten im Kfz-Bereich 0,5V Abfall als Obergrenze, besser natürlich weniger. Gemessen wird einfach mit dem Multimeter im Gleichspannungsbereich 2V. Nun die eine Messspitze auf Batterie-Plus und die andere auf die Anschlussklemme (30) am Starter. Wie herum ist schnuppe, es ändert sich ledigleich das Vorzeichen im Ergebnis. Gemessen wird WÄHREND des Startvorganges, also in den zwei, drei Sekunden des Orgelns. Zeigt das Schätzeisen bspw. 0,3V an, kann man sich ausrechnen, dass bei nem Starterstrom von 50A (muss man aber auch erst mal messen, am besten mit dem Oszi) ein Widerstandswert von 0,0006 Ohm oder 6 Milliohm vorliegt. An diesem Wert sieht man, dass da nix is mit direktem Messen. Wer hier viel misst, misst Mist. Das ganze Spielchen lässt sich natürlich auch auf der Minusseite durchführen, und muss es auch, wennn plusseitig kein den Fehler erklärendes Ergebnis gefunden wurde. Dann piekst man mit den Messspitzen einfach in den Minuspol an der Batterie und an eine gut leitende Stelle am Anlassergehäuse mit der anderen Spitze.
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Top! Danke für die Hilfe, ich werde das erstmal testen sonst schick ich es zurück:)
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