Aktuelle Zeit: Donnerstag 9. Februar 2012, 19:53

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde


 

Willkommen im Forum - Diese Information schließt sich nach der Registrierung automatisch

 

Willkommen im Forum

Du betrachtest derzeit das Forum als Gast und hast damit nur eingeschränkten Zugriff auf Diskussionen und andere Funktionen. Wenn du dich kostenlos registrierst, kannst du neue Themen unter deinem Namen verfassen und mit anderen Mitglieder private Nachrichten austauschen, an Umfragen teilnehmen und weitere spezielle Funktionen nutzen. Die Registrierung ist einfach, schnell und vor allem kostenlos, also registriere dich jetzt !

Jetzt kostenlos registrieren.

Bereits registriert ? Dann jetzt anmelden !

Benutzername:
Passwort:

Mich bei jedem Besuch automatisch anmelden

Meinen Online-Status während dieser Sitzung verbergen




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 15 Beiträge ] 
 FAQ Motorenöle 
Autor Nachricht
Online
Daytonator
Daytonator
Benutzeravatar

Registriert: Freitag 15. Februar 2008, 16:26
Beiträge: 2198
Wohnort: Düsseldorf
Daytonafarbe: Jet Black
Beitrag FAQ Motorenöle
Motorrad-Öl
Ein Motorrad-Öl unterscheidet sich prinzipiell nicht von einem Öl für Autos/LKW's.
Allerdings sind bei vielen Motorrädern die Getriebe so in die Motoren eingebaut,
dass es nur einen Ölkreislauf gibt. Daraus ergibt sich eine besonders hohe Anforderung
an die Scherstabilität des verwendeten Motoröls, da die Schmierung der Getriebezahnräder
und -wellen eine grundsätzlich andere Anforderung an das Öl stellt, als die Schmierung an
der Kurbelwelle im Motor. Während sich an den beweglichen und rotierenden Motorteilen ein
haftender Schmierfilm aufbauen kann wird dieser von den aufeinander mahlenden Zahnrädern
im Getriebe förmlich zerquetscht und aus den Zahnflanken herausgedrückt. Dieser extremen
Druckbelastung wird mit Hochdruck-Additiven begegnet, die im Motoröl für Autos nicht oder
nur in sehr geringen Mengen enthalten sind. (Deshalb kein PKW-ÖL in Motorrad-Motoren verwenden)

Hinzu kommt, dass viele Motorräder über Ölbadkupplungen verfügen, die Kupplung also im Ölbad
des Motoröls läuft. Solche Ölbadkupplungen vertragen keine Additive zur Reibwertminderung,
die in vielen modernen PKW- und Leichtlaufölen enthalten sind. Während beim alltäglich benutzten
Auto die Kraftstoffeinsparung im Vordergrund steht ist es beim Motorrad doch eher wichtig,
ein Motoröl einzusetzen, das hohen Drehzahlen und hohen Temperaturen gewachsen ist. Zumal
die verwendeten Ölmengen im Motorradmotor vergleichsweise gering sind und die Temperaturspitzen
im Betrieb schon deshalb höher liegen, als beim Auto. Aus diesen Gründen darf in Motorrädern mit
Ölbadkupplung und/oder integriertem Schaltgetriebe ausschließlich Motoröl eingesetzt werden,
das vom Hersteller eindeutig als dafür geeignet eingestuft wird. ( JASO MA Öle mit hohem Reibwert )
(Mit Genehmigung Dipl. Ing. Dr. Schlossasch)

Mineralöl:
mineralisches Motoröl wird aus Grundölen hergestellt, die direkt aus Erdöldestillaten gewonnen wurden.

Synthetik-Öl:
synthetisches Motoröl wird ausschließlich aus Grundölen hergestellt, die synthetisch oder nicht
direkt aus Erdöldestillaten gewonnen wurden.

Teilsynthetisches
Motoröl wird aus einer Mischung mineralischer und synthetischer Grundöle hergestellt.

Einfahröl
Moderne Leichtlauföle können mit ihren reibungsmindernden Zusätzen
dafür sorgen, dass sich der gewollte Einlaufvorgang zwischen Kolbenringen und
Zylinderwand über mehrere tausend Kilometer hinzieht. Im Extremfall kann es sogar
zu einer Verglasung der Lauffläche kommen, die sich durch erhöhten Ölverbrauch
und blauen Ölnebel bemerkbar macht und eventuell durch erneutes Honen
des Zylinders beseitigt werden muss. Einfahröle begünstigen das Einlaufen der
beweglichen Teile, leiten die erhöhte Temperatur, die durch die größere Reibung
der neuen Komponenten entsteht, besser ab. Additive halten Abrieb in der
Schwebe und transportieren ihn zum Ölfilter,weshalb solche Einfahröle nur bedingt
für Fahrzeuge ohne Filterung geeignet sind. Nach 500 bis 1000 Kilometern
wird das Einfahröl durch einen normalen Schmierstoff ersetzt.

Zweitaktöl
muss sich vor allem gut und schnell mit Kraftstoff mischen
lassen und sollte sich anschließend nicht mehr am Boden
des Tanks absetzen. Da es nur einmal zum Einsatz kommt
und dann mit dem Kraftstoff verbrannt wird, sind hier alle
Eigenschaften, die beim Viertakter für lange Ölwechselinter-
valle sorgen, überflüssig. Wichtiger ist hier, dass das Öl
beim Verbrennen wenig Ölkohle bildet.

Ölfilter
unterscheidet man in Hauptstrom-und Nebenstromfilter. Nur erstere
bieten eine recht hohe Sicherheit, dass gelöste Verunreinigungen nicht
durch den gesamten Motor gepumpt werden, weil sie direkt hinter der
Ölpumpe sitzen und von der gesamten Fördermenge durchflossen
werden. Nebenstromfilter werden immer nur von einem Teil des Öls
durchflossen.

Motoröle für Kraftfahrzeuge werden in Sommer- und Winteröle unterteilt.

Sommeröle
erhalten nach der SAE J-300 eine der Viskositätsklassen
20 (dünnflüssig), 30, 40, 50 oder 60 (sehr dickflüssig)

Winteröle
erhalten nach der SAE J-300 eine der Viskositätsklassen
0W (sehr dünnflüssig), 5W, 10W, 15W, 20W oder 25W, wobei das „W“ für „Wintereignung“ steht.

JASO MA
Öle mit hohem Reibwert, die für Ölbadkupplungen empfohlen werden.
Bei Motorrädern mit Ölbadkupplung und/oder integriertem Schaltgetriebe muß Motoröl eingesetzt werden,
das vom Hersteller eindeutig als dafür geeignet eingestuft wird.

API – S(Service):
Für Ottomotoren, gültige Normen sind derzeit API – SJ und API – SL. API – SM, API-SH
API – C(Commercial):
für Dieselmotoren, gültige Normen sind derzeit API – CF und API – CI-4.

Ölspezifikation und Sorte (Handbuch Triumph)

Hochleistungs-Einspritzmotoren von Triumph sind für den Einsatz halb- oder vollsynthetischer Motorradöle
10W/40 oder 15W/50 gemäß Spezifikation API SH (oder höher) und JASO MA ausgelegt, diesem Öl sollten
keine mineralischen, pflanzlichen, nicht detergierenden (Mineralöle, die durch geeignete Wirkstoffe in der Lage
sind, ins Öl eingedrungenes Wasser teilweise zu emulgieren bzw. in Schwebe zu halten, bis es bei steigender
Temperatur verdampft ist.) und keine anderen, der oben geforderten Spezifikation nicht entsprechenden Öle.
Es besteht KEINE Bindung an einen spezielen Ölhersteller, nur eine empfehlung !

Schmierung: Druckschmierung (Nasssumpf)

Motorfüllmengen:
Trockenfüllung: ...........3,0 Liter/ ab Baujahr 09= 3,5 Liter
Öl- und Filterwechsel:..2,6 Liter/ ab Baujahr 09= 3,0 Liter
Nur Ölwechsel:............2,4 Liter/ ab Baujahr 09= 2,6 Liter

Ölwechselintervalle mit Filter:
1. 800 km oder 1 Monat (Erstinspektion)
2. 10.000 km oder 1 Jahr
3. 20.000 km oder 2 Jahren
4. 30.000 km oder 3 Jahren usw.

Anzugsmoment:
Ölfilter:................10Nm.
(Dichtung des Ölfilters mit
etwas Öl einstreichen
)
Ölablasschraube: 25Nm.
(IMMER eine neue Dichtung für
die Ölablassschraube verwenden
)


Für die älteren Modelljahre bis Bj. 2009 (also 2007er und 2008er) wird von Triumph, bei "extremen Fahrmanövern" empfohlen,
die Öleinfüllmenge so zu erhöhen, das bei Kontrolle des Ölstandes nach Benutzerhandbuch, die Markierung MAX erreicht wird.



(Hoffe hab nix vergessen)

_________________
DAS ZIEL IST DER WEG!

Bild Bild


Zuletzt geändert von Mike 675 am Freitag 12. März 2010, 14:12, insgesamt 5-mal geändert.

Samstag 5. September 2009, 10:28
Profil
Knieschleifer
Knieschleifer
Benutzeravatar

Registriert: Samstag 12. Juli 2008, 16:04
Beiträge: 289
Wohnort: Graz
Beitrag Re: FAQ Motorenöle
Die Ölmengen für das 09er Modell sind anders.
Trockenfüllung 3,5l
Öl- und Filterwechsel 3,1l
Ölwechsel alleine 2,9l


Samstag 5. September 2009, 10:38
Profil
Angststreifenvernichter
Angststreifenvernichter

Registriert: Freitag 22. Mai 2009, 15:42
Beiträge: 76
Wohnort: Frankfurt - Sachsenhausen
Beitrag Re: FAQ Motorenöle
Servus,

kann mir jemand sagen wo ihr neue Ölfilter bestellt?
Hab da was gefunden "K&N Ölfilter Triumph-Motorrad Daytona 675 ccm" - klingt schonmal nicht falsch, aber ich will ja auch stadt fahren und weiter unten heisst es:
"Tuningteil".

Kann ich das Ding nehmen oder lieber was originales?

Gruß,

Heiko


Dienstag 22. September 2009, 18:16
Profil
Online
Daytonator
Daytonator
Benutzeravatar

Registriert: Freitag 15. Februar 2008, 16:26
Beiträge: 2198
Wohnort: Düsseldorf
Daytonafarbe: Jet Black
Beitrag Re: FAQ Motorenöle
Drimacus hat geschrieben:
Servus,

kann mir jemand sagen wo ihr neue Ölfilter bestellt?
Hab da was gefunden "K&N Ölfilter Triumph-Motorrad Daytona 675 ccm" - klingt schonmal nicht falsch, aber ich will ja auch stadt fahren und weiter unten heisst es:
"Tuningteil".

Kann ich das Ding nehmen oder lieber was originales?

Gruß,

Heiko


Ori-Ölfilter. Triumph 11,95€

@madix61... hast recht...

_________________
DAS ZIEL IST DER WEG!

Bild Bild


Zuletzt geändert von Mike 675 am Donnerstag 24. September 2009, 16:26, insgesamt 1-mal geändert.

Dienstag 22. September 2009, 18:53
Profil
Dauerbrenner
Dauerbrenner
Benutzeravatar

Registriert: Samstag 15. September 2007, 21:57
Beiträge: 1194
Wohnort: Neukirchen-Vluyn
Daytonafarbe: Jet Black
Beitrag Re: FAQ Motorenöle
moin,
der von mike abgebildete oelfilter ist es definitiv nicht!
der originale ist ein kartuschenfilter zum einschrauben. nicht, das sich jemand auf grund des bildes nen falschen holt und sich wundert, das er nicht passt.

gruß dirk


Mittwoch 23. September 2009, 10:30
Profil
Drehzahl-Gott
Drehzahl-Gott
Benutzeravatar

Registriert: Donnerstag 20. August 2009, 23:05
Beiträge: 525
Wohnort: 33154 Salzkotten
Daytonafarbe: Tornado Red
Beitrag Re: FAQ Motorenöle
Kleine Frage noch zum Öl: Während der ersten 800km schütte ich kein Öl nach, weil das ja besonderes "Einfahröl" ist, oder? Müsste doch eigentlich für 800km genug drin sein und dann wirds eh komplett bei der Inspektion gewechselt, richtig?

Ansonsten zum FAQ: Vielleicht einfach noch Empfehlungen der User bezüglich des Öls:
1. Straßentauglichkeit
2. Rennstreckentauglichkeit
3. Preis-Leistungs-Sieger

Auf jeden Fall ein gelungener Thread: Dickes Lob!

LG

_________________
Normalerweise würde man ja sagen: "Rote Engländerin? Oh je!", aber in diesem Fall ist es wohl das Beste, was mir passieren konnte^^

Wofür brauchen wir Fliegenklatschen, wenn wir Helme haben?


Donnerstag 24. September 2009, 12:20
Profil
Online
Moderator
Moderator
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 12. September 2007, 12:28
Beiträge: 3332
Wohnort: 80995 münchen
Daytonafarbe: Graphite
Beitrag Re: FAQ Motorenöle
Ich denk wir sollten bei den Grundlagen bleiben, Marktübersichten gibt's in den Zeitschriften und Preise ändern sich eh ständig. In der aktuellen MO (10/2009) ist allerdings ein interessanter Artikel über den Ölkreislauf. Da wird unter anderem empfohlen, das Einfahröl bereits nach 500-700km zu wechseln, "um den unvermeidlichen Restschmutz aus der Produktion so schnell wie möglich aus der Ölumlaufbahn zu nehmen".

Und zum Thema nachschütten: Hast Du soviel Verbrauch auf den ersten 800km, daß das nötig erscheint? Darfst ja eh nicht drehen und damit sollte der Ölverbrauch gegen Null gehen. Und wenn ja, wäre es immer noch besser, ein anderes Öl nachzuschütten, als mit zu geringem Ölstand rumzufahren.

_________________
mein schwanz brennt!
sidmobil I , III , IV


Donnerstag 24. September 2009, 12:42
Profil
Online
Daytonator
Daytonator
Benutzeravatar

Registriert: Freitag 15. Februar 2008, 16:26
Beiträge: 2198
Wohnort: Düsseldorf
Daytonafarbe: Jet Black
Beitrag Re: FAQ Motorenöle
sid hat geschrieben:
Ich denk wir sollten bei den Grundlagen bleiben, Marktübersichten gibt's in den Zeitschriften und Preise ändern sich eh ständig. In der aktuellen MO (10/2009) ist allerdings ein interessanter Artikel über den Ölkreislauf. Da wird unter anderem empfohlen, das Einfahröl bereits nach 500-700km zu wechseln, "um den unvermeidlichen Restschmutz aus der Produktion so schnell wie möglich aus der Ölumlaufbahn zu nehmen".

Und zum Thema nachschütten: Hast Du soviel Verbrauch auf den ersten 800km, daß das nötig erscheint? Darfst ja eh nicht drehen und damit sollte der Ölverbrauch gegen Null gehen. Und wenn ja, wäre es immer noch besser, ein anderes Öl nachzuschütten, als mit zu geringem Ölstand rumzufahren.


Kleines Update zu Ölen siehe oben, gebe sid recht... bleiben bei den Grundlagen.

_________________
DAS ZIEL IST DER WEG!

Bild Bild


Donnerstag 24. September 2009, 17:37
Profil
Angststreifenvernichter
Angststreifenvernichter
Benutzeravatar

Registriert: Donnerstag 11. Juni 2009, 15:19
Beiträge: 57
Beitrag Re: FAQ Motorenöle
Bei Louis kostet ein CHAMPION Ölfilter für die Daytona 6,95€

_________________
[smilie=sign3_guckstduhier.gif] http://WWW.SABINA-FERIEN.DE schaut mal rein, vieleicht interesiert den ein oder anderen ja ein Urlaub auf den Balearen OKPef


Samstag 3. Oktober 2009, 19:14
Profil
Online
Daytonator
Daytonator
Benutzeravatar

Registriert: Freitag 15. Februar 2008, 16:26
Beiträge: 2198
Wohnort: Düsseldorf
Daytonafarbe: Jet Black
Beitrag Re: FAQ Motorenöle
Könnte man den Fred oben rein Pinnen.... dann müsste man nicht ständig in den "Katakomben"
nach dem Fred suchen, gilt auch für den Beitrag "FAQ Laderegler" von sid. [smilie=s030.gif]

_________________
DAS ZIEL IST DER WEG!

Bild Bild


Sonntag 21. Februar 2010, 09:12
Profil
Wheelie-(Wo)man
Wheelie-(Wo)man
Benutzeravatar

Registriert: Montag 15. Oktober 2007, 19:19
Beiträge: 324
Wohnort: 84140 Gangkofen
Beitrag Re: FAQ Motorenöle
Hi,
schreib noch mit zu das man die Dichtung des Ölfilters IMMER mit etwas Öl einstreichen sollte - angezogen wird im Grund "handfest".

Auch noch wichtig wäre IMMER eine neue Dichtung für die Ölablaßschraube verwenden - ich leg grundsätzlich immer eine bei.

Ach noch wichtig, was empfiehlt Triumph für Material für die Dichtung???, bei der neuen CBR1000RR z.b. ist die Ölwanne aus einer Magnesium legierung es wird ausdrücklich verboten Kupferdichtringen zu verwenden ........ ich hab schon vor geraumer Zeit bei den Ölablaßschchrauben auf Aludichtringe umgestellt. Im Zweifelsfall eine Alu-Dichtung verwenden.

Gruß
Tom

_________________
http://www.DannerMotorradteile.de


Sonntag 21. Februar 2010, 15:10
Profil
Rastenschleifer
Rastenschleifer
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 27. August 2008, 09:26
Beiträge: 751
Wohnort: 23701 Eutin
Beitrag Re: FAQ Motorenöle
Ich finde hier ist erstmal ein DANKESCHÖN angebracht. Super Mike, tolle Info OKPef OKPef

_________________
Sag mir Deinen Namen und ich sage Dir wie du heißt :-)


Dienstag 23. Februar 2010, 12:10
Profil
Online
Rastenschleifer
Rastenschleifer
Benutzeravatar

Registriert: Freitag 13. Juni 2008, 16:03
Beiträge: 827
Wohnort: Kiel 24114
Daytonafarbe: Scorched Yellow
Beitrag Re: FAQ Motorenöle
Hier noch mal ein Zusatz zu den API-Klassen für alle die, die wie ich, nichts mit den Abkürzungen anfangen können :mrgreen:

API-Klassifikation

Das American Petroleum Institute (API) hat gemeinsam mit der SAE (Society of Automotive Engineers Inc. New York) eine Klassifikation geschaffen, in der Motorenöle nach Anforderungen, denen sie aufgrund unterschiedlicher Betriebsbedingungen und Motorkonstruktionen unterworfen sind, eingeteilt werden.

Klassifizierung für Benzinmotoren

* Für Otto-Motoren gelten die Service-Klassen API-S (wobei das S für "Service" steht).
* Als Faustregel: Je höher der Buchstabe nach dem S, desto neuerer ist die Spezifikation und desto höher die Anforderung, die das Oel erfüllt.

Klasse Bemerkung
SA (A) keine Leistungsanforderungen, keine Additive
SB (A) nicht detergentes Oel, Leichtoel
SC (A) für Fahrzeuge der Baujahre 1964 ... 1967
SD (A) für Fahrzeuge der Baujahre 1968 ... 1971
SE (A) für Fahrzeuge der Baujahre 1972 ... 1979
SF (A) für Fahrzeuge der Baujahre 1980 ... 1988
SG (A) für Fahrzeuge der Baujahre 1989 ... 1992
SH für Fahrzeuge der Baujahre 1993 ... 1996
SJ für Fahrzeuge des Baujahres 1997 und später


API-SA
* Regular-Motorenöle evtl. mit Stockpunktverbesserer und / oder Schauminhibitoren

API-SB
* mildlegierte Motorenöle für niedrigbeanspruchte Otto-Motoren mit Wirkstoffen gegen Alterung, Korrosion und Verschleiss.

API-SC
* Otto-Motorenöle für mittlere Betriebsbedingungen, mit Wirkstoffen gegen Verkokung, Kaltschlamm, Alterung, Korrosion und Verschleiss. Erfüllt die Anforderungen der US-Automobilhersteller für Fahrzeuge von 1964-1967.

API-SD
* Otto-Motorenöle für höhere Betriebsbedingungen. Erfüllt die Anforderungen der US-Automobilhersteller für Fahrzeuge von 1968-1971.

API-SE
* Motorenöle für sehr hohe Anforderungen und starke Belastungen bei Otto-Motoren (Stop-and-go-Verkehr). Erfüllt die Anforderungen der US-Automobilhersteller für Fahrzeuge von 1971-1979.

API-SF
* Motorenöle für sehr hohe Anforderungen und starke Belastungen bei Otto-Motoren (Stop-and-go-Verkehr) sowie einige LKW. Erfüllt die Anforderungen der US-Automobilhersteller für Fahrzeuge von 1980-1987.

API-SG
* Motorenöle für höchste Anforderungen, mit speziellen Tests zur Oxidationsstabilität und Schlammbildung. Erfüllt die Anforderungen der US-Automobilhersteller von 1987-1993.

API-SH
* Spezifikation für Motorenöle die ab 1993 auf den Markt gekommen sind. API-SH muss nach dem CMA-Code of Practice geprüft sein. API-SH entspricht weitgehend API-SG, mit zusätzlichen Anforderungen bezüglich HTHS, Verdampfungsverlust (ASTM-Test und Noack), Filtrierbarkeit, Schaumverhalten und Flammpunkt.

API-SJ
* Nachfolgeklassifikation zu API-SH. Verschärfte Anforderungen hinsichtlich Verdampfungsverlust. Gültig ab 10/96.

API-SK/SL
* Nachfolgeklassifikationen zu API-SJ.

_________________
Nichts ist unmöglich! DAYOTA!! schildchen

Bild [smilie=sign3_nuhr.gif] Bild


Dienstag 23. Februar 2010, 17:38
Profil
Knieschleifer
Knieschleifer

Registriert: Sonntag 6. Dezember 2009, 19:57
Beiträge: 217
Beitrag Re: FAQ Motorenöle
Moin moin..
Ja, ich finde das FAQ Motorenöle auch gut und hilfreich.
Ich z.B. wechsel generell früher das Öl, auch mit Filter. Der Intervall richtet sich immer bei mir nach Einsatz( Rennstrecke--> nach 2. Training bei 2 Tagesveranstaltungen) bzw. vor dem Einwintern kommt bei mir alles frisch rein. Ich finde, so teuer ist der Aufwand nicht und steht auf keinen Fall im Verhältniss zu einen eventuellen Motorschaden....ansonsten max. 5000KM, dann kommt alles raus und wird aufgefrischt/ mit Filter !!
Mein Öl ist immer ein Elf 10W40 teilsynthetisch, ich hatte es auch in meiner GSXR 1000 K6 und nie Probleme mit der Kupplung ( AHK), sollte also auch für unsere Lady gut genug sein.

PS: habe eine Kupferunterlagsscheibe benutzt,was kann daran nun schadhaft sein?

Gruß Willi


Sonntag 9. Mai 2010, 14:40
Profil
Reifenkiller
Reifenkiller
Benutzeravatar

Registriert: Dienstag 12. Juli 2011, 21:59
Beiträge: 128
Wohnort: Harzrand-West
Daytonafarbe: Graphite
Beitrag Re: FAQ Motorenöle
Willi 67 hat geschrieben:

PS: habe eine Kupferunterlagsscheibe benutzt,was kann daran nun schadhaft sein?

Gruß Willi



wenn du eine Aluminium Ölwanne oder Aluschraube hast, reagiert Kupfer und Alu chemisch und korrodiert.

Deshalb sollte man Aludichtringe heutzutag nehmen.


Freitag 22. Juli 2011, 21:41
Profil
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 15 Beiträge ] 

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
Gehe zu:  
Impressum | Datenschutzrichtlinie | Nutzungsbedingungen

Powered by phpBB © phpBB Group.
Designed by Vjacheslav Trushkin.
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de
[ Time : 0.176s | 22 Queries | Perseus | d10 ]